Waldpädagogik


Einmal wöchentlich ist unser Wald- und Wiesentag. Jeden Montag gehen die „Zwerge“ mit den „Kobolden“ in den Wald und entdeckten die Natur mit all ihren Facetten erfahren.
Wir haben zwei Lieblingsplätze: den Wald mit Waldsofa, Hasenhöhle und selbstgebauter Hütte, und das Geäst am Waldrand, wo es sich besonders gut zur kalten Jahreszeit bei Sonnenschein spielen lässt. Bevor es um 9 Uhr losgeht, werden zwei oder drei Kobolde oder Zwerge bestimmt, die Gruppe zu unserem Platz zu führen. Sie lernen gut zuzuhören (z.B. bis zum nächsten Baum, 10 Zaunpfosten weiter, bis zur nächsten Laterne) und müssen außerdem darauf achten, dass keiner überholt.

In der Natur erleben die Kinder einen Raum ohne Tür und Wände. Freiräume, die ihnen die Umwelt sonst kaum mehr bietet. Die Kinder dürfen vieles anfassen, untersuchen, schleichen, steigen. Sie erforschen und begreifen lebendiges Material, im wahrsten Sinne des Wortes. Spuren und Behausungen von Tieren, heimische Bäume und Pflanzen und vieles mehr. Ein erster wichtiger Schritt, um schon im Kindesalter ein Umweltbewusstsein zu entwickeln. Die Kinder erfahren, wie spannend gemeinsam erlebte Abenteuer sind: Miteinander den steilen Abkürzungsweg zu gehen, dem Anderen dabei zu helfen, den Berg zu erklimmen, mit dem Schiff (Felsen) nach Amerika zu reisen, die Stille und Stimmen des Waldes zu hören oder Geschichten zu erfinden, bereichern das soziale und emotionale Miteinander und betonen den Wert jedes einzelnen Kindes.

Für die Wichtel gestalten wir den Naturtag in der Nähe des Kindergartens auf der Wiese oder auf dem Spielplatz. Wir bieten einmal im Jahr eine Waldwoche an. Im Winter ist Waldpause.

„…wenn wir montags bei sonnigem Wetter zu „unserem Geäst“ am Waldrand wandern, dort picknicken und beobachten, wie aus dem Geäst mal ein Haus mit Keller, ein Motorrad oder ein Schiff wird und die Großen ein jüngeres Kind in ihr Boot ziehen, die Segel hissen um nach Afrika zu fahren.. dann denke ich: Was für ein Glück!“

Bärbel Schmitt