Pädagogisches Konzept

Wichtel, Zwerge, Kobolde

Das Leben in einer altersgemischten Gruppe bietet den Kindern die Chance, verschiedene Interessen und Neigungen kennen zu lernen. Sie können sich im Geben und Nehmen erproben. Die Kleinen lernen von den Großen und die Großen von den Kleinen. Die Zweijährigen heißen bei uns „Wichtel“. Sie haben einen eigenen Raum, das „Wichtelzimmer“, in dem sie morgens gemeinsam in kleiner Runde frühstücken. Sie können sich im Kindergarten frei bewegen, doch haben sie ihr Wichtelzimmer, in das sie sich jederzeit zurückziehen können. Die drei- bis fünfjährigen Kinder sind die „Zwerge“. Die Großen, die bald in die Schule kommen, nennen wir „Kobolde“.

Eingewöhnung

Der Übergang vom sicheren Zuhause in eine fremde Umgebung ist eine Herausforderung für Kind und Eltern. Die unterschiedlichsten Gefühle, von Freude, Neugier und Stolz bis hin zu Angst und Unsicherheit treffen aufeinander. Es ist uns wichtig, dass die Kinder den Einstieg in die neue Umgebung so sanft wie möglich bewältigen können. Erfahrungsgemäß dauert die Eingewöhnungszeit ca. 14 Tage. Die ersten drei Tage bleibt ein Elternteil oder eine andere enge Bezugsperson mit im Kindergarten als sichere Basis im Hintergrund. Diese Zeit dient dazu, eine Beziehung zwischen Kind, Erzieherinnen und Eltern aufzubauen. Unsere Aufgabe ist es, Vertrauen zu Kind und Eltern zu schaffen und dem Kind Wärme und Sicherheit zu vermitteln. Einige ungezwungene Besuche vor Eintritt in die Kindergruppe sind jederzeit möglich und erwünscht. So kann man sich gegenseitig schon kennenlernen und alles ist nicht mehr so fremd.

Paten

Jedes Kind bekommt nach der Eingewöhnung in den Kindergarten einen Paten oder eine Patin zu Seite. Dies ist ein älteres erfahrenes Kind, welches das neue Kind in besonderer Weise unterstützt.

Wickeln

Wickeln ist für uns nicht nur eine Hygienemaßnahme.
In der Regel nehmen wir uns für das Wickeln viel Zeit. Diese nutzen wir, um unser Handeln mit Worten zu begleiten und das Kind spielerisch zur Mithilfe anzuregen. Bis zu dem Satz “Hurra, ich brauche keine Windel mehr!“ ist es ein langer Weg. Wenn die Neugierde geweckt ist, begleiten wir das Kind gerne.

Es ist normal, verschieden zu sein

Nach unserem Leitsatz „Jedes Kind ist einmalig“ nehmen wir auch Kinder auf, die besondere Hilfe und Aufmerksamkeit benötigen. Die durch das Land Hessen zusätzlich finanzierte Fachkraft für Integration ermöglicht es, dem betroffenen Kind mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Darüber hinaus ist es für die gesamte Gruppe eine wichtige Erfahrung, Inklusion als Selbstverständlichkeit wahrzunehmen. Rücksichtsnahme und Anteilnahme - und der richtige Rahmen, dies zu lernen - ist für jeden eine wichtige Grundlage. So wird Andersartigkeit als Bereicherung und nicht als Schwäche erlebt.

 

"Das Anderssein der anderen als Bereicherung des eigenen Seins begreifen: sich verstehen, verständigen, miteinander vertraut werden, darin liegt die Zukunft der Menschheit." (Rolf Niemann)

Spielen heißt sich entwickeln, wachsen, reifen, lernen. All das geschieht spielerisch aus eigenem Antrieb und Neugierde! (aus: „Entwicklung des Kindes“ )

Freispiel

Im Freispiel entscheiden die Kinder, wo, mit wem und womit sie spielen wollen - das ist Partizipation im Alltag. Es fördert die Persönlichkeit, Sozialverhalten und Selbstständigkeit. Eigeninitiative, Fantasie und Kreativität werden geweckt und gestärkt. Freundschaften werden geschlossen und gepflegt, Regeln in Kleingruppen akzeptiert und Konflikte - so weit wie möglich - eigenständig gelöst. Spielsachen stehen während des Freispiels nicht im Mittelpunkt, sondern die Kreativität der Kinder. Wir Erzieherinnen sind in dieser Zeit Ansprechpartner, geben Hilfestellungen und Anregungen oder machen Angebote zu aktuellen Themen und nehmen uns Zeit für Beobachtung. Wir sind gefragt, den richtigen Impuls zu geben oder auch mal ein Spiel über längere Zeit aktiv zu begleiten.

Das Kindergartenjahr

Unser Kindergartenalltag ist strukturiert und zugleich abwechslungsreich. Unsere Rituale haben verschiedene zeitliche Rhythmen.

Täglich: Morgenkreis, gemeinsames Frühstück, Freispiel, Imbiss, Aufräumen, Mittagessen, evtl. Mittagschlaf, Nachmittagsimbiss.

Wöchentlich: Waldtag, Turnen, Koboldtreff.

Jährlich: Fastnacht, Ostern, Elternpicknick, Familienfest, Ausflüge mit und ohne Eltern, Schulbesuch, Übernachtung im Kindergarten mit den „Großen“, Abschiedsfest mit Zuckertütenbaumsuche, Teilnahme am Kerbumzug, Laternenfest, Nikolausbesuch im Kindergarten, Adventsfrühstück, Waldweihnacht und Weihnachtsfeier, außerdem das Projekt „Gesunde Zähne  und gesunde Ernährung“ mit unserer Patenschaftszahnärztin und Ausflug in die Zahnarztpraxis.


Kontakt und Öffnungszeiten

Kindergarten Bieberzwerge

Am Bangert 2

64397 Modautal / Klein-Bieberau